Kaiserin Sissi – oder Sisi, wie sie eigentlich genannt wurde – ist für viele der Inbegriff der Kaiserzeit. Die schöne Kaiserin Elisabeth und ihr Kaiser Franz Joseph gelten als Symbolpaar schlechthin für die glanzvolle Zeit der k.u.k. Donaumonarchie. Ein wenig ungarisch darf es dabei auch zugehen – zur Kaiserzeit war Österreich lange eine Doppelmonarchie und das Land der Puszta gehörte zu Österreich wie der Schlagobers zum Kaffeehaus.
Wiener Opernball und Roben wie zu Sisis Zeiten
Vor allem die österreichische Hauptstadt Wien wird mit diesem charmanten Glanz und Glamour zur österreichischen Kaiserzeit in Verbindung gebracht. Wer mit offenen Augen durch Wien geht, trifft auf Schritt und Tritt liebenswerte Botschaften aus dieser längst entschwundenen Zeit. Ob die Kaiserkrone in der Hofburg, die Fiaker vor dem Burgtheater oder der charmante Handkuss, den noch heute so mancher fesche Wiener perfekt beherrscht: Die alten Traditionen aus der Kaiserzeit, sie sind bis heute lebendig in Österreich. Und wenn der Wiener Opernball seinen Glanz entfaltet, dann ist es wie ein Eintauchen in eine andere, nostalgische Welt aus k.u.k.-Zeiten – Walzerklänge von Johann Strauß Sohn und Vater natürlich inbegriffen. Überhaupt haben glanzvolle Bälle, wie sie in der Kaiserzeit üblich waren, bis heute einen hohen Stellenwert in der österreichischen Gesellschaft und werden mit Hingabe besucht.
Die glanzvollen Roben wie zu Kaiserin Sisis Zeiten dürfen dabei selbstverständlich nicht fehlen.
Schloss Schönbrunn und Wiener Hofreitschule?Die Österreicher erinnern sich bis heute gerne an die alte Kaiserzeit, die 1918 zu Ende ging. In den Herzen der Menschen blieb sie lebendig. Viele Bücher und Ausstellungen befassen sich mit der Thematik und geben historische Einblicke. Bei einem Bummel durch Schloss Schönbrunn bei Wien entfaltet sich in den prunkvollen Sälen und Gemächern noch einmal die ganze Pracht der österreichischen Kaiserzeit. Nicht ohne Grund gehört dieses verschwenderisch gestaltete Märchenschloss zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Wien überhaupt. Bei festlichen Konzerten werden von den Musikern bis heute gerne historische Kostüme aus der k.u.k-Zeit getragen. Und die spanische Hofreitschule in Wien mit ihren feurig-edlen weißen Lippizanern aus Slowenien erinnert bis heue eindrucksvoll daran: Auch hoch zu Roß hat die Kaiserin Sisi eine gute Figur abgegeben.